Mein Weg!
13. Februar 2019

Die physiologische Stressreaktion

human brain with arms and legs on a running machine, 3d illustration

 

Stress gibt es gar nicht, oder doch?

Mein Freund sagt immer: "Er ist nie gestresst!" und "Stress gibt es doch gar nicht!" und irgendwie wäre der Gedanke daran auch schön. Aber dass Stress auch manchmal gut ist, liegt an der ursprünglichen Funktion der Stressreaktion - und die kann Leben retten. Als eine Meisterleistung unseres Körpers, hilft die Stressreaktion dabei, sich in lebensbedrohlichen Situationen auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich auf die Flucht oder den Kampf. Zu Urzeiten noch wichtiger, galt es bei einem Angriff wichtige Körperfunktionen, die für einen Kampf benötigt wurden, zu aktivieren und unnötige zu deaktivieren. So wurden z.B. das Gehirn und das Herz besser durchblutet, die Verdauungstätigkeit aber gehemmt. Nach einer Anspannungsphase war es wichtig, sich wieder zu erholen und sich zu entspannen. Dadurch normalisierten sich alle Aktivitäten des Körpers.

Diese Meisterleistung nennt sich akute Stressreaktion. Diese wird im Gehirn ausgelöst und führt dazu, dass bei Anspannung zunächst das Hormon Adrenalin ausgeschüttet wird. Bei länger andauernder Belastung kommt es zu einer weiteren Reaktion und der Ausschüttung von Kortisol. Dieses Vorgehen führt dazu, dass z.B. der Herzschlag ansteigt oder das Gehirn besser durchblutet wird.

Unter normalen Umständen folgt einer Anspannungsphase eine Entspannungsphase. Alle Körperreaktionen normalisieren sich. Passiert dies nicht, entsteht chronischer Stress und das macht krank. So führt die permanente Anspannung z.B. zu Gefäßverengungen deren Folge wiederum ein Herzinfarkt sein kann.

Damit ist Stress nicht gleich Stress. Doch leider nimmt in der heutigen Zeit mit einer Dauerbelastung am Arbeitsplatz und ständiger Reizüberflutung der chronische Stress immer mehr zu. Entspannung finden viele nur noch selten. Das führt dazu, dass selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Stress als eines der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts nennt.

 

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